Prolog
03 Mar 2023

Willkommen bei Driven Like The Snow. Nach einiger Zeit starte ich wieder einen Blog. Manchmal möchte man in diesem Internet ja was mitteilen. Da mir alle sozialen Netzwerke zuwider sind (ich habe sie alle ausprobiert) also wieder ein Blog. Damit kann man zwar kein Geld verdienen, und es schaut sich kaum noch jemand an, aber das macht es ja gerade so gemütlich. Es gibt übrigens auch Tools um Blogs zu lesen, man muss dann nicht auf der Seite nachsehen. Und bei dem Blog hier kann man sich sogar registrieren und dann bekommt man eine Email wenn es etwas neues gibt. Ein wenig oldschool, aber was solls. Ich lasse das jetzt hosten auf Ghost, eine sehr angenehme Platform ohne viel Schnickschnack und, wie ich finde, sehr gelungenem Design.
Einer der Motivationen für diesen Blog ist, dass ich jetzt in einem Auto leben werde. Wer jetzt Trailer Park denkt liegt falsch. Das gilt auch für Digitaler Nomade. Jenes Auto habe ich gemietet für ein Jahr. Und mit einem Auto fährt man natürlich auch mal herum, und da gibt es dann hier und da vielleicht etwas Erwähnenswertes zu berichten. Ich werde aber auch dabei arbeiten, also nicht beim herumfahren, sonder da, wo ich dann ankomme, also wird sich das mit dem Herumfahren in Grenzen halten.
Jeder, der bis hierhin den Begriff Midlife-Crisis im Kopf hatte, muss umgehend 10€ spenden an Greenpeace. Damit hat es bestimmt nichts zu tun! Aus diversen Gründen war ich Ende letzten Jahres in Berlin ohne Wohnung, und hatte gar keine Lust, eine neue zu suchen. Das macht in Berlin gerade überhaupt keine Freude. Und daher dachte ich, fahr ich doch woanders hin. Und dann wieder woanders hin. Und so weiter. Am Ende das Meer.
Damit das alles irgendwie klappt, ist mein Auto jetzt vollgepackt mit Dingen wie Starlink-Schüsseln, Solarpanels und überteuerten Powerstations. Aber damit das trotzdem nicht gleich im Chaos endet, wird mein erster Stop ein Campingplatz auf Fehmarn. Man muss ja auch erstmal üben.
Ansonsten nehme ich natürlich ein paar Drohnen mit, und meine Kamera. Und meinen neuen Synth natürlich. Und wer will kann gerne mit mir mal Schach spielen. Hoffe das SUP passt auch noch irgendwo rein, und in ein paar Wochen tausche ich das dann mit dem Kite-Zeug. Es könnte also ganz schön werden da draußen.
Noch sitze ich in Haan und frage mich, wie ich das hier alles in das Auto bekommen soll. Dabei habe ich schon so ziemlich alles verkauft oder verschenkt was ich mal besessen habe. Man häuft im Leben einfach zu viel Kram an. Ohne Keller macht sowas nur Probleme. Und in Berlin sind alle Keller feucht. Vor allem, wenn man in der Nähe der Spree wohnt. Oder der Panke. Meine komplette Elfquest-Sammlung ist dem vor wenigen Jahren zum Opfer gefallen. Seitdem glaube ich nicht mehr an Besitz. Welcome to the World of Two Moons.
Am 10. Dezember 2007 habe ich ein Gedicht geschrieben mit dem Titel Siren's Call. Das ist jetzt 16 Jahre her. Es gab dann nie einen Song mit diesem Titel, aber der Text passt verwirrend gut zu diesem Prolog. Ein wenig theatralisch erscheint mir der Text heute, aber man wird ja auch älter.
“Ulysses and the Sirens” by Herbert James Draper, Public domain, via Wikimedia Commons
I was born at one end of that street In the worst part of town But the cathedral still shining high Guiding me straight – all the way down
The other end the road divides up And right I gotta go To the place where I seem to live now Being driven like the snow
There once was a notion of home Which got lost on the way Now all which is left to hold on Is that picture array
I ran away again and again Changed cities and states The distance to center staid equal To it only love relates
This disarming beauty of yours sets fire to torches Illumining a path so long hidden A beautiful hope it forges
But the light attracts all the demons Trying hard to make me fall The roots down my feet are parched Blatant is the siren’s call
There’s no ship to which I can bond Without no wax in my ears I’m trying to reach your icon Fighting my wraith and my fears
I know I have to walk this myself You cannot do more than just stay' You’re not supposed to heal my past I want you for one future day
You know too many sins of gone days Which I cannot undo How can I make you believe, that this time my words are true?
Tomorrow I’ll drive all way back May bravery govern my heart So I can stand your presence without breaking your smile apart
You revived all inside which is holy You remembered me of bliss All I know very deeply Is all that I ever aimed at is this
Dieser Prolog muss natürlich enden mit dem Song, der diesem Blog seinen Namen gibt. Die Platte First and Last and Always ist wahrscheinlich meine am meisten gehörte. Floodland folgt kurz darauf. Immerhin hat Andrew Eldritch mittlerweile die gleiche Frisur wie ich.